Warten auf den Mantelteil

stmartin2011

Etwas verloren steht Emma mit ihrer Laterne, auf der bunte Fische schwimmen, auf dem Schulhof der Pastor-Jacobs-Schule und wartet.

Gwen und Kaya sind total nervös, Ben und Lasse hüpfen aufgeregt hin und her. Die Kinder aus der 1b sind zum ersten Mal dabei. Für Aufregung bleibt Frank Neukirchen keine Zeit. Der Lanker ist Sankt Martin, die Hauptperson, um die sich an diesem Abend alles dreht. "Der Tag ist mit Terminen gespickt, ich weiß das, aber ich mache das super gern", sagt aktive Feuerwehrmann und Schütze.

Schon zum 13. mal spielt Neukirchen den römischen Soldaten mit dem roten Mantel. Morgens besuche in den Kindergärten, dann kommen die Seniorenheime und die Rheumaklink. "ich bin mittlerweile nicht mehr aufgeregt, ich spiele einfach meine Rolle", meint Neukirchen.

Was für Neukirchen Routine, ist für Kinder der beiden Lanker Schulen ein Riesenereignis und Aufregung pur. Mehr als 600 Kinder folgen dem Mann auf seinem weißen Pferd. Stolz tragen sie Eulenlaternen, Enten, Häuser auf Stöcken, Kürbisse und Fledermäuse durch die Straßen, vorbei an Hunderten Zuschauern bis zum Kirmesplatz, wo Ulli Hannen als Bettler am Feuer auf die Mantelhälfte wartet.

"Wir sind mittlerweile eine tolle Truppe", sagt Neukirchen. Und er meint damit nicht nur seine beiden Herolde Udo Sparla und Robert Müller, sondern auch die vielen Helfer hinter den Kulissen, Feuerwehr und Schützen, die den Zug begleiten und Mika Grubert, Schützengeneral, der sich um Aufstellung und gesamten Ablauf kümmert.

Die Kinder der 1b bekommen von der immensen Arbeit im Hintergrund nichts mit. Für sie ist der bunte Zug mit den leuchtenden Laternen, der Musik und den Martinsliedern einfach ein großes Ereignis. (Quelle RP 14. Nov 2011)